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TWINT (Schweiz): Definition und Zahlungsablauf

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Kurz gesagt

TWINT ist eine Bezahl-App, mit der Kundschaft in der Schweiz Waren und Dienstleistungen vor Ort oder auf Distanz bezahlt. Nach der Schweizerischen Nationalbank ist es die vorwiegend verwendete Bezahl-App im Land. Bei der Annahme über ein Kassensystem schliesst der Händler einen Payment-Vertrag mit der TWINT Acquiring AG; die Kundschaft scannt einen QR-Code und bestätigt in der App.

Das Wichtigste

  • Schweiz: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beschreibt TWINT als vorwiegend verwendete Bezahl-App; dem Bezahlen liegt je nach Anbindung eine Überweisung, eine Kartenzahlung oder E-Geld zugrunde.
  • Schweiz: Für die Annahme an der Kasse braucht ein Händler laut TWINT ein TWINT-kompatibles Kassensystem und Zugang zum TWINT Business Portal.
  • Schweiz: Vertragspartner im Payment-Vertrag ist die TWINT Acquiring AG; abgewickelte Transaktionen werden laut Vertrag grundsätzlich einmal wöchentlich gesammelt ausbezahlt.

Definition

TWINT ist eine Bezahl-App, mit der Waren und Dienstleistungen vor Ort oder auf Distanz bezahlt und Geld an Privatpersonen gesendet werden kann. Nach der Beschreibung der SNB liegt einer Zahlung je nach Anbindung eine Überweisung, eine Kartenzahlung oder E-Geld zugrunde. Nach der SNB funktioniert das Bezahlen mit Bezahl-Apps vor Ort über das Einlesen eines QR-Codes oder die Kontaktlos-Funktion.

So läuft eine TWINT-Zahlung an der Kasse ab

Die Schritte beschreiben die Annahme über ein Kassensystem; ein Terminal oder ein QR-Aufkleber verläuft anders. Die Angaben stammen von TWINT und aus dem Payment-Vertrag.

  1. Der Händler klärt mit dem Kassenhersteller oder Integrationspartner, ob das Kassensystem TWINT unterstützt.
  2. Er registriert sich im TWINT Business Portal oder meldet sich dort an.
  3. Er schliesst den Payment-Vertrag mit der TWINT Acquiring AG ab; der Vertrag und die AGB regeln Preise, Auszahlung und Laufzeit.
  4. Er aktiviert TWINT im Kassensystem (laut TWINT mit dem Integrationspartner).
  5. Beim Bezahlen zeigt die Kasse einen QR-Code; die Kundschaft scannt ihn und bestätigt die Zahlung. Der Händler kann laut TWINT alle Zahlungen im Business Portal einsehen.
  6. TWINT zahlt die abgewickelten Transaktionen grundsätzlich einmal wöchentlich gesammelt aus; im Händlerportal lässt sich die tägliche Auszahlung beantragen. Die Gebühren zieht TWINT vom Auszahlungsbetrag ab (Netto-Settlement). Bei einer internen Risikoprüfung kann die Auszahlung um bis zu 30 Tage aufgeschoben werden; der Vertrag rechnet Fristen in Bankarbeitstagen, also ohne Samstage, Sonntage und Feiertage.

Wo steht das?

Der Ablauf beschreibt Anbieterbedingungen, keine gesetzliche Vorgabe: die Händlerseite von TWINT und den Payment-Vertrag der TWINT Acquiring AG (Dokumentkopf Dezember 2023, Version 3.0). Preise und weitere Schritte stehen im Artikel TWINT im Laden akzeptieren.

Nicht zu verwechseln mit

Apple Pay bezeichnet die SNB typischerweise als reine Wallet, also als App mit hinterlegter Zahlkarte. Die QR-Rechnung ist ein Rechnungsformular nach dem SIX-Standard, keine Bezahl-App, siehe QR-Rechnung.