KDS (Kitchen Display System)
Kurz gesagt
Ein Kitchen Display System (KDS) ist ein Bildschirmsystem, das in der Gastronomie Bestellungen auf einem Monitor in der Küche anzeigt, statt sie auf Papierbons auszudrucken. Das Kassensystem übermittelt die erfassten Positionen an den Bildschirm; die Küche bearbeitet und bestätigt sie über die Bedienung des Displays oder ein angeschlossenes Eingabegerät. Der Begriff ist Branchensprache.
Das Wichtigste
- Ein KDS ersetzt oder ergänzt den Papierausdruck der Küchenbons; die Positionen kommen vom Kassensystem.
- Auf dem Display erscheinen je Station die noch zuzubereitenden Positionen; welche Angaben je Position erscheinen, etwa Bonnummer, Tischnummer oder verstrichene Zeit, legt die Einrichtung fest.
- Fertige Positionen werden über die Bedienung des Displays oder eine angeschlossene Bump Bar abgeschlossen; ob die Bestätigung an Kasse oder Ausgabe zurückgemeldet wird, hängt von der Einrichtung ab.
- Der Begriff ist Branchensprache; in den Gesetzestexten auf gesetze-im-internet.de kommt er nicht vor (Volltextsuche vom 13. Oktober 2026).
Definition
Ein Kitchen Display System (KDS) ist ein Bildschirmsystem in der Gastronomie, das Bestellungen auf einem Monitor in der Küche oder Bar anzeigt und den Ausdruck auf Papierbons ersetzen oder ergänzen kann. Im Deutschen heißen die Geräte auch Küchenmonitor oder Küchendisplay.
Wozu Betriebe ein KDS einsetzen
Das Display zeigt je Station, etwa Speisen oder Getränke, die noch zuzubereitenden Positionen. Welche Angaben je Position erscheinen, legt die Einrichtung fest: etwa Bonnummer, Tischnummer oder die seit dem Eingang verstrichene Zeit. Papierbons können verlorengehen oder unleserlich werden; auf dem Bildschirm bleibt jede offene Position stehen, bis jemand sie bearbeitet.
Die Küche schließt fertige Positionen über die Bedienung des Displays ab, etwa durch Antippen oder über eine angeschlossene Bump Bar, ein eigenes Eingabegerät neben dem Bildschirm. Ob diese Bestätigung an Kasse oder Ausgabe zurückgemeldet wird und wie lange eine Position angezeigt bleibt, legt die Einrichtung des jeweiligen Systems fest.
Beispiel: Weg einer Bestellung vom Kassensystem auf den Küchenbildschirm
Erfundene Beispielwerte; eine mögliche Einrichtung. Wie Ihr System die einzelnen Schritte umsetzt, steht in dessen Anleitung:
| Schritt | Ort | Was passiert |
|---|---|---|
| 1 | Kassensystem im Service | Die Servicekraft boniert Tisch 12: eine Pizza, ein Salat, zwei Wasser. |
| 2 | Kassensystem | Das System teilt die Positionen nach Ziel auf: Speisen an das Küchendisplay, Getränke an das Display der Bar. |
| 3 | Küchenbildschirm | Pizza und Salat erscheinen mit Bonnummer 4512, Tischnummer 12 und Uhrzeit. |
| 4 | Küche | Nach dem Anrichten schließt die Küche die Positionen ab, per Antippen oder Bump Bar; die Anzeige wechselt auf erledigt. |
| 5 | Kasse oder Ausgabe | Die Bestätigung ist am System sichtbar; beim Bezahlen erstellt das Kassensystem den Beleg für den Gast. |
Ob Schritt 5 eingerichtet ist, hängt vom System ab; ohne Rückmeldung bleibt die Kontrolle in der Küche. Wie die Bonnummer entsteht und was vom Tisch bis zum Beleg zusammengehört, beschreibt Restaurantkasse: Tischplan, Bonieren, Splitten.
Begriff und Quellenlage
KDS ist Branchensprache. In den Bundesgesetztexten auf gesetze-im-internet.de haben wir den Begriff nicht gefunden (Volltextsuche vom 13. Oktober 2026); die Suche belegt nur dieses Ergebnis, keine Regelungslage in Österreich oder der Schweiz.
Für den Grundablauf stützen wir uns auf die offizielle Dokumentation eines KDS-Systems (KDS Basics, Simphony 19.5): Ein KDS übermittelt Bestellinformationen an einen Vorbereitungsbereich, statt sie auf einem Küchendrucker auszugeben; Bestellungen erscheinen auf Monitoren, und Bedienpersonal entfernt bearbeitete Positionen über die Display-Bedienelemente oder eine Bump Bar. Diese Dokumentation beschreibt ein bestimmtes System, keine Pflichtausstattung aller KDS; konkrete Felder und Funktionen hängen von der Einrichtung ab.
Nicht zu verwechseln mit
- Küchenbon: der Ausdruck auf Papier; Bildschirm und Drucker können nebeneinander laufen.
- Bestellterminal für Gäste: Gäste bestellen dort selbst, etwa per QR-Code-Bestellung; das KDS zeigt der Küche, was zuzubereiten ist.
- Nummernanzeige an der Ausgabe: sie ruft fertige Bestellungen beim Gast auf und listet nicht, was die Küche noch zu arbeiten hat.