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Gesamtkosten einer Kasse berechnen: Rechenweg

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Kurz gesagt

Die Gesamtkosten einer Kasse sind die Summe aller Zahlungen über die geplante Nutzungsdauer: Einmalkosten, monatliche Kosten, spätere Preisänderungen und Kosten zum Ausstieg. Der Rechenweg im Artikel mit angenommenen Preisen zeigt für fünf Jahre bei Kauf 4.620 Euro und bei Miete 5.386 Euro; der Kauf liegt ab dem 36. Monat vorn.

Das Wichtigste

  • Rechnen Sie mit der Nutzungsdauer, die Sie planen, nicht mit der Mindestlaufzeit des Angebots.
  • Ausgleichsmonat = Differenz der Einmalkosten ÷ (Monatsmiete − monatliche Kosten beim Kauf).
  • Zu den Posten gehören auch spätere Preisänderungen, Ersatzteile und der Datenexport zum Vertragsende.
  • Alle Zahlen im Artikel sind Annahmen in Euro ohne Umsatzsteuer; sie sind keine Preise eines Anbieters.

Ein Angebot kann einen Monatspreis in den Vordergrund stellen. Was eine Kasse über die Jahre kostet, beantwortet erst eine Rechnung, die alle Zahlungen einer Nutzungsdauer addiert. Der Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie Sie diese Rechnung für Mietmodell und Kaufmodell aufstellen, und rechnet ein vollständiges Beispiel.

Was Sie vorab brauchen

  • Zwei oder mehr Angebote, in denen Sie Einmalkosten, monatliche Kosten und Vertragsbedingungen getrennt finden (Kosten im Überblick).
  • Ihre geplante Nutzungsdauer in Monaten und einen kürzeren Vergleichsfall.
  • Eine Tabellenkalkulation oder Stift und Papier. Die Beträge im Beispiel sind Euro ohne Umsatzsteuer; wer in Franken rechnet, setzt seine Werte ein.

Schritt für Schritt: die Rechnung aufstellen

Schritt 1: Nutzungsdauer festlegen

Wählen Sie die Zahl der Monate, die Sie die Kasse voraussichtlich nutzen, im Beispiel 60. Rechnen Sie einen zweiten Fall mit weniger Monaten, im Beispiel 24 und 36.

Schritt 2: Alle Posten sammeln

Tragen Sie je Angebot jeden Posten ein, auch wenn er 0 kostet. Fehlt er im Angebot, fragen Sie nach.

Posten Kauf Miete Frage an den Anbieter
Gerät, Drucker, Lade einmalig in der Miete Was ist enthalten, was kostet Zubehör?
Einrichtung, Schulung einmalig einmalig Ist sie im Paket oder eine eigene Position?
Software monatlich in der Miete Welche Module sind im Preis?
Support, Updates monatlich in der Miete Was ist ausgeschlossen?
Preisänderung nach der Mindestlaufzeit ja, falls vorgesehen ja, falls vorgesehen Gibt es eine Preisanpassungsklausel, wie hoch?
Ersatz von Verschleißteilen einmalig in der Miete oder extra Wer zahlt Drucker, Lade, Display?
Datenexport und Ausstieg einmalig einmalig Was kostet der Export, in welchem Format? (Datenexport)
Restwert mindert die Kosten entfällt Gibt es einen Rückkauf oder Verkaufswert?

Schritt 3: Einmalkosten addieren

Beim Kauf im Beispiel: Gerät 1.400 Euro plus Einrichtung 300 Euro gleich 1.700 Euro. Bei der Miete fällt nur die Einrichtung mit 300 Euro an.

Schritt 4: Monatliche Kosten mal Monate

Kauf: Software 30 Euro plus Support 10 Euro gleich 40 Euro je Monat; 60 Monate ergeben 2.400 Euro. Miete: ein Paket von 79 Euro je Monat; 60 Monate ergeben 4.740 Euro.

Schritt 5: Preisänderungen und spätere Einmalposten ergänzen

Im Beispiel steigt die Software beim Kauf ab Monat 37 um 5 Euro je Monat (24 Monate, 120 Euro), die Miete um 4 Euro je Monat (96 Euro). Beim Kauf wird in Monat 40 ein Bonddrucker für 150 Euro ersetzt. Zum Ausstieg kostet der Datenexport in beiden Modellen 250 Euro.

Schritt 6: Summe, Durchschnitt und Ausgleichsmonat bilden

Gesamtkosten = Einmalkosten + monatliche Kosten × Monate + Preisänderungen + spätere Einmalposten + Ausstieg − Restwert.

Posten (Euro, angenommen) Kauf Miete
Einmalkosten 1.700 300
Monatliche Kosten, 60 Monate 2.400 4.740
Preisänderung ab Monat 37 120 96
Ersatz Bonddrucker 150 0
Datenexport 250 250
Restwert 0 0
Gesamtkosten nach 60 Monaten 4.620 5.386
Durchschnitt je Monat (Summe ÷ 60) 77,00 89,77

Der Ausgleichsmonat zeigt, ab wann der Kauf günstiger ist: Differenz der Einmalkosten (1.700 − 300 = 1.400 Euro) geteilt durch die Differenz der Monatskosten (79 − 40 = 39 Euro) ergibt 35,9, also Monat 36. Vor Monat 36 ist die Miete günstiger, danach der Kauf. Der Wert gilt für die Annahmen des Beispiels und ohne Preisänderungen.

Dieselbe Rechnung für kürzere Fälle:

Nutzungsdauer Kauf (Euro) Miete (Euro) Günstiger
24 Monate 2.910 2.446 Miete, um 464
36 Monate 3.390 3.394 praktisch gleich, Kauf um 4
60 Monate 4.620 5.386 Kauf, um 766

So prüfen Sie das Ergebnis

  1. Rechnen Sie das Beispiel mit Ihren Werten nach und prüfen Sie jede Summe einmal in die Gegenrichtung (Gesamtkosten ÷ Monate muss den Durchschnitt ergeben).
  2. Ändern Sie die wichtigste Annahme, etwa den Monatspreis um 10 Euro, und beobachten Sie, ob das Ergebnis kippt. Im Beispiel verschiebt sich der Ausgleichsmonat bei 89 statt 79 Euro Miete auf 1.400 ÷ 49 = 28,6, also Monat 29.
  3. Kontrollieren Sie, dass beide Spalten dieselben Leistungen enthalten. Eine Miete mit Austauschgerät und ein Kauf ohne Ersatz sind nicht vergleichbar.
  4. Halten Sie fest, was bewusst fehlt: Kartenterminal und Zahlungsgebühren, Papier, Strom, Umsatzsteuer.

Wenn etwas nicht klappt

Symptom Ursache Lösung
Miete und Kauf liegen fast gleich Annahmen decken beide Modelle gleich ab Rechnen Sie den kürzeren Fall und achten Sie auf Kündigungsfristen
Ein Posten fehlt in einem Angebot Er ist nicht ausgewiesen Fragen Sie schriftlich, ob er 0 kostet oder anderswo steckt
Das Ergebnis hängt an einer Zahl Eine einzelne Annahme dominiert Variieren Sie sie um mindestens 20 Prozent und halten Sie beide Ergebnisse fest
Zwei Angebote haben verschiedene Laufzeiten Der Vergleich nutzt unterschiedliche Zeiträume Rechnen Sie beide über dieselben Monate

Wann Sie Hilfe holen sollten

Wie sich Kauf, Miete oder Leasing steuerlich und bilanziell auswirken, hängt von Ihrem Betrieb und Land ab und gehört in die Beratung durch Ihre Steuerberatung oder Treuhandstelle. Die Entscheidung zwischen den Modellen behandelt Kasse mieten oder kaufen; Posten, die in Angeboten fehlen können, listet Versteckte Kosten beim Kassensystem.

Häufige Fragen

Welcher Zeitraum ist der richtige?

Der, den Sie voraussichtlich nutzen. Rechnen Sie zusätzlich mit einem kürzeren Fall, etwa 24 Monaten: Das Ergebnis kippt zugunsten der Miete, wenn Sie früher aufhören. Im Beispiel liegt die Miete bei 24 Monaten um 464 Euro vorn.

Gehören Zahlungsgebühren in die Rechnung?

Nur, wenn sie sich zwischen den Angeboten unterscheiden. Hängen sie vom Zahlungsanbieter ab und sind bei Miete und Kauf gleich, ändern sie den Vergleich nicht. Rechnen Sie sie dann getrennt.

Wie gehe ich mit dem Zinsverlust beim Kauf um?

Sie können die zusätzliche Einmalzahlung mit einem Zinssatz Ihrer Wahl bewerten. Im Beispiel ergibt ein angenommener einfacher Zins von 4 Prozent auf 1.400 Euro über fünf Jahre 280 Euro; der Kauf bleibt dann mit 4.900 Euro unter der Miete.