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Self-Ordering-Kiosk in der Gastronomie: Einsatz und Kosten

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Kurz gesagt

Ein Bestellterminal rechnet sich, wenn die Zahl der Bestellungen im Jahr über einer Schwelle liegt, die Gerätekosten und gesparte Kassierzeit bestimmen. In der Beispielrechnung mit erfundenen Werten (zwei Terminals) sind es rund 8.000 Bestellungen, mit angenommenen 0,50 Euro zusätzlichem Deckungsbeitrag je Bestellung rund 4.700. Diesen Beitrag prüfen Sie im Probebetrieb.

Das Wichtigste

  • Jahreskosten = (Zahl der Geräte × Preis je Gerät + Einmalkosten) ÷ Nutzungsdauer + laufende Kosten.
  • Schwelle in Bestellungen je Jahr = Jahreskosten ÷ (Ersparnis je Bestellung + zusätzlicher Deckungsbeitrag je Bestellung).
  • Beispielrechnung mit erfundenen Werten: Jahreskosten 5.600 Euro für zwei Terminals; Schwelle 8.000 Bestellungen ohne zusätzlichen Deckungsbeitrag.
  • Der Kostenrahmen von etwa 2.000 bis 4.900 Euro Jahreskosten je Gerät ist eine Annahme zum Rechnen, kein Marktpreis.
  • Ein zusätzlicher Deckungsbeitrag je Bestellung durch ein Terminal ist eine Hypothese, die der Probebetrieb belegen muss.

Ein Bestellterminal (Self-Ordering-Kiosk) verlegt die Aufnahme der Bestellung vom Personal an die Gäste. Für den Betrieb ist es eine Rechenfrage mit zwei Seiten: Was kostet das Gerät im Jahr, und wie viele Bestellungen laufen darüber. Der Artikel liefert eine Formel, eine Beispielrechnung mit erfundenen Werten und eine Entscheidungstabelle nach Betriebsart. Die Bestellung am Tisch per QR-Code behandelt QR-Code-Bestellung im Restaurant einführen, die Bestellung durch das Personal Handheld-Bestellung im Restaurant.

Die Formel

Größe Bedeutung Beispielwert (erfunden)
N Zahl der Terminals 2
p Preis je Terminal in Euro 8.000
F einmalige Kosten für Einrichtung, Montage, Schnittstelle zur Kasse in Euro 3.000
L angenommene Nutzungsdauer in Jahren 5
r laufende Kosten je Terminal und Jahr in Euro (Software, Support) 900
t Kassierminuten, die je Bestellung entfallen 1,5
w Stundenkosten Personal inklusive Nebenkosten in Euro 28
m angenommener zusätzlicher Deckungsbeitrag je Bestellung in Euro (Mehrumsatz abzüglich zusätzlichem Wareneinsatz und anderen variablen Kosten), null ohne Nachweis 0 oder 0,50

Jahreskosten K = (N × p + F) ÷ L + N × r = (16.000 + 3.000) ÷ 5 + 1.800 = 5.600 Euro.

Ersparnis je Bestellung e = t × w ÷ 60 = 1,5 × 28 ÷ 60 = 0,70 Euro.

Schwelle B = K ÷ (e + m). Ab dieser Zahl von Bestellungen am Terminal im Jahr ist der Saldo null.

Zusätzlicher Deckungsbeitrag m je Bestellung Schwelle B in Bestellungen je Jahr Bestellungen je Öffnungstag im Durchschnitt bei 360 Tagen
0 Euro 8.000 22,2
0,50 Euro 4.667 13,0
1,00 Euro 3.294 9,1

Die Ersparnis e unterstellt, dass die frei werdende Zeit auch tatsächlich nicht anderweitig gebraucht wird. Ob Ihre Kassenkräfte beim Rückgang der Bestellungen weniger Stunden brauchen, ist eine Planungsfrage und keine Rechengröße.

Kostenrahmen als Annahme

Die folgenden Werte sind Annahmen, um die Formel zu füllen, und keine Marktpreise. Holen Sie Angebote ein und ersetzen Sie sie.

Posten Annahme unterer Wert Annahme oberer Wert
Preis je Terminal (p) 5.000 Euro 12.000 Euro
Einmalkosten (F) für ein Terminal 2.000 Euro 5.000 Euro
Laufende Kosten (r) je Terminal und Jahr 600 Euro 1.500 Euro
Nutzungsdauer (L) 5 Jahre 5 Jahre
Daraus Jahreskosten je Terminal 2.000 Euro 4.900 Euro

Nicht in der Rechnung: Zahlungsgebühren, Strom, Netz, Platz, Reinigung, Zinsen, steuerliche Wirkung und Ersatz bei Beschädigung. Zur steuerlichen Behandlung klären Sie mit Ihrer Steuerberatung; dieser Artikel nennt dazu keine Regel.

Wann ein Bestellterminal passt

Die Tabelle ist redaktionelle Orientierung und kein Urteil. Sie ordnet Betriebsarten nach den Größen der Formel.

Betriebsart Was für ein Terminal spricht Was dagegen sprechen kann Was Sie prüfen
Imbiss oder Schnellrestaurant mit Warteschlange Viele kurze Bestellungen; Kassierzeit je Bestellung zählt Hilfe für Gäste, die das Terminal nicht nutzen Wie viele Bestellungen je Stunde zu Spitzenzeiten anfallen
Café mit wenigen Gerichten Kleine Karte lässt sich übersichtlich abbilden Wenige Bestellungen erreichen die Schwelle nicht Ob die Bestellungen je Tag über der Schwelle liegen
Restaurant mit Bedienung am Tisch Bestellung am Tisch per QR-Code oder Handheld kann passender sein Terminal am Eingang ersetzt keine Tischbedienung Welcher Bestellweg zu Ihrem Ablauf passt
Betrieb mit Abholung und Außer-Haus-Verkauf Bestellung und Zahlung vor der Abholung Zusätzliche Abholstation Wie Außer-Haus und Vor-Ort-Verzehr in der Kasse getrennt werden
Betrieb mit sehr großer Karte oder Beratungsbedarf Bilder und Optionen am Gerät Beratung durch Personal gefragt Ob die Karte auf dem Bildschirm übersichtlich bleibt

Kriterien für das Angebot

Kriterium Warum es zählt Frage an den Anbieter
Anbindung an die Kasse Bestellungen müssen ohne Abtippen in Küche und Kasse ankommen Welche Kassen und Küchendrucker oder Küchendisplays sind angebunden?
Zahlung am Terminal bestimmt, ob die Bestellung am Gerät endet Welches Kartenterminal gehört dazu, und wer wickelt Rückerstattungen ab?
Preis- und Allergenangaben auf dem Bildschirm Gäste lesen die Karte am Gerät Wie pflegen Sie Preise und Allergenangaben, und wo erscheinen sie?
Bedienbarkeit Gäste brauchen ohne Anleitung ein Ergebnis Welche Sprachen und Bedienhilfen sind enthalten, und wie weist der Hersteller die Eignung nach?
Ausfallverhalten Ein Ausfall stoppt die Bestellaufnahme Was passiert bei Netz- oder Kassenausfall?
Steuerrechtliche Einordnung hängt vom Land und von der Funktion ab Gilt das Terminal als Teil des Kassensystems, und welche Nachweise liefern Sie dafür?

Zu den Pflichtangaben einer digitalen Karte in Deutschland siehe Digitale Speisekarte in Deutschland: Pflichtangaben. Zur Einbindung in die Kasse: Self-Service-Restaurant: Kassenkonzept.

Warnsignale in Angebot und Vertrag

  • Es fehlt die Angabe, welche Kasse und welche Küchenausgabe angebunden werden.
  • Die Einmalkosten nennen weder Montage noch Einrichtung der Karte.
  • Ein Mehrumsatz steht im Angebot ohne Messgrundlage.
  • Der Vertrag nennt keine Laufzeit für Software-Updates.

So entscheiden Sie in fünf Schritten

  1. Zählen Sie die Bestellungen der letzten zwölf Monate und prüfen Sie, wie viele davon über ein Terminal laufen könnten.
  2. Messen Sie die Kassierminuten je Bestellung (t) an drei Tagen, auch zu Spitzenzeiten.
  3. Setzen Sie die Posten aus dem Angebot für N, p, F, L und r ein und berechnen Sie K.
  4. Rechnen Sie die Schwelle B zuerst mit m gleich null.
  5. Prüfen Sie im Probebetrieb den zusätzlichen Deckungsbeitrag m an einem Gerät, bevor Sie weitere kaufen.

Häufige Fragen

Ersetzt ein Bestellterminal das Personal?

Die Rechnung setzt nur die Kassierzeit an, die je Bestellung entfällt. Ausgabe, Küche, Reinigung und Hilfe am Terminal bleiben. Rechnen Sie deshalb Stunden, nicht Stellen, und halten Sie fest, welche Aufgaben neu entstehen.

Wie finde ich den zusätzlichen Deckungsbeitrag je Bestellung heraus?

Vergleichen Sie im Probebetrieb den durchschnittlichen Bon von Bestellungen am Terminal mit dem an der Kasse, im selben Zeitraum und mit derselben Karte. Der Bonunterschied ist zusätzlicher Umsatz. Für m ziehen Sie davon den zusätzlichen Wareneinsatz und andere variable Kosten ab; nur dieser Rest deckt die Terminalkosten.