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Küchendisplay einführen: Schritte und Bonlogik

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Kurz gesagt

Ein Küchendisplay führen Sie in sieben Schritten ein: Ablauf und Stationen aufnehmen, Hardware und Netz am Einbauort klären, Artikel den Stationen zuordnen, Anzeige und Zeitschwellen festlegen, Rückfall bei Ausfall planen, Personal einweisen und einen Probebetrieb mit Fehlerliste fahren. Welche Funktionen das Display bietet, hängt von Ihrer Kassensoftware ab.

Das Wichtigste

  • Das Routing legt fest, welcher Artikel auf welchem Display erscheint; ob und wie Ihre Kassensoftware das bietet, steht im Handbuch.
  • Zeitschwellen, Farben und Töne sind im Beispiel dieses Artikels Beispielwerte (acht und zwölf Minuten), die Sie im Probebetrieb an Ihre Küche anpassen.
  • Ein Rückfall bei Ausfall (zweites Display, Reservedrucker oder Handzettel) wird vor dem Start festgelegt und im Probebetrieb geübt.
  • Der Probebetrieb läuft mindestens einen vollen Service, besser einen ruhigen und einen vollen.

Ein Küchendisplay ersetzt den Weg des Zettels durch eine Anzeige; die Arbeit steckt in den Regeln dahinter. Ob sich ein Umstieg überhaupt lohnt, behandelt Küchendrucker oder Küchendisplay. Dieser Artikel setzt voraus, dass Sie sich entschieden haben.

Was Sie vorab brauchen

  • Die Freigabeliste Ihres Kassenanbieters für Displays und Zubehör sowie das Handbuch der Kassensoftware (Abschnitt Küche oder Stationen).
  • Eine Liste aller Artikel der Karte mit Artikelgruppe und der Station, die sie zubereitet.
  • Einen Plan der Küche mit Einbauorten, Steckdosen und Netzanschlüssen.
  • Die Namen von zwei bis drei Personen aus der Küche, die den Probebetrieb begleiten.

Schritt für Schritt: Küchendisplay einführen

Schritt 1: Ablauf und Stationen aufnehmen

Beschreiben Sie, wer in welcher Reihenfolge arbeitet: Kalt, Warm, Grill, Bar, Pass. Eine Station ist ein Arbeitsplatz mit eigener Zubereitung, kein Gerät. Legen Sie fest, ob es einen Pass gibt, an dem die Teile eines Tisches zusammenkommen, und wer dort „fertig“ meldet.

Schritt 2: Hardware, Netz und Strom am Einbauort klären

Prüfen Sie jeden Einbauort auf Steckdose, Netz, Blendung, Hitze und Spritzwasser. Die Schutzart eines Gehäuses wird als IP-Code nach IEC 60529 angegeben; lesen Sie die Ziffern einzeln und prüfen Sie, wofür die Angabe gilt. Netz und Strom planen Netzwerk für die Kasse planen und Notstrom für die Kasse.

Schritt 3: Artikel den Stationen zuordnen (Routing)

Das Routing legt fest, welcher Artikel auf welchem Display erscheint. Ordnen Sie zuerst Artikelgruppen zu, dann Ausnahmen je Artikel. Prüfen Sie Sonderfälle: Menüs, Artikel mit Zubereitung an zwei Stationen, Getränke, Beilagen und Wünsche des Gastes. Fragen Sie den Anbieter, was mit Artikeln ohne Zuordnung geschieht, und testen Sie es.

Schritt 4: Anzeige und Bonlogik festlegen

Klären Sie, was das Display zeigt: Tisch oder Bestellnummer, Artikel, Menge, Wünsche, Gang, Uhrzeit der Bestellung und Bedienerkürzel. Legen Sie fest, wie Änderungen und Stornos erscheinen (markierter Eintrag, neue Karte oder Hinweiston) und wie die Station „in Arbeit“ und „fertig“ meldet. Welche dieser Funktionen Ihre Software kennt, steht in ihrem Handbuch; verlassen Sie sich nicht auf Annahmen.

Schritt 5: Zeitschwellen und Signale setzen

Eine Zeitschwelle färbt oder meldet eine Bestellung, die zu lange wartet. Beispielwerte für den Start (angenommen, keine Vorgabe): Gelb nach acht Minuten, Rot nach zwölf Minuten. Setzen Sie Schwellen je Station, denn eine kalte Vorspeise und ein Steak haben andere Zeiten. Prüfen Sie, ob die Software die Zeit ab Bestellung oder ab Freigabe der Station zählt.

Schritt 6: Rückfall und Rollen festlegen

Legen Sie vor dem Start fest, was bei einem Ausfall gilt: ein Reservedrucker, ein zweites Display oder ein Handzettel. Bestimmen Sie, wer „fertig“ meldet, wer Änderungen ansagt und wer das Display zurücksetzt. Der Rückfall wird im Probebetrieb geübt: Netzkabel ziehen, Display aus, Kasse neu starten.

Schritt 7: Einweisen und im Probebetrieb prüfen

Weisen Sie jede Station am eigenen Bildschirm ein, nicht im Büro. Fahren Sie einen vollen Service im Probebetrieb und lassen Sie die Begleitpersonen Fehler mit Uhrzeit notieren: falsche Station, doppelte Anzeige, fehlender Eintrag, unklare Änderung.

So prüfen Sie das Ergebnis

Das Ergebnis stimmt, wenn jede Bestellung genau einmal auf der richtigen Station erscheint, wenn eine Änderung oder ein Storno dort sichtbar wird, wo die Ware zubereitet wird, und wenn die Küche den Rückfall ohne Anleitung beherrscht. Vergleichen Sie die Fehlerliste mit der Zählung vor dem Umstieg.

Wenn etwas nicht klappt

Symptom Mögliche Ursache Was Sie prüfen
Artikel erscheint auf keiner Station Artikel ohne Zuordnung, Gruppe nicht verbunden Routing je Artikelgruppe und je Artikel prüfen
Artikel erscheint doppelt Zwei Stationen haben dieselbe Gruppe Zuordnung und Menüartikel prüfen
Display bleibt leer Netz oder Anmeldung des Geräts Verbindung, Anmeldedaten, Hinweise des Anbieters
Änderung wird übersehen Änderung erscheint ohne Hervorhebung Darstellung der Änderung einstellen oder ansagen
Zeitwarnung dauernd rot Schwelle zu knapp oder falscher Startzeitpunkt Schwelle je Station und Zählbeginn prüfen
Bildschirm schwer zu bedienen Nässe, Handschuhe, Blendung Eingabeart, Position, Schutzart und Reinigung prüfen

Wann Sie Hilfe holen sollten

Holen Sie den Kassenanbieter hinzu, wenn Artikel ohne Zuordnung nirgends erscheinen, wenn Änderungen nicht am Display ankommen oder wenn Sie einen Reservedrucker in die Zuordnung einbinden wollen. Zur Bonlogik am Tisch siehe Restaurantkasse: Tischplan und Bonieren.

Häufige Fragen

Kann ich das Display erst im Probebetrieb neben dem Bondrucker laufen lassen?

Ja, falls die Software beide Wege gleichzeitig zulässt. Dann sehen Sie Abweichungen sofort; fragen Sie den Anbieter, ob der Parallelbetrieb zusätzliche Lizenzkosten auslöst. Legen Sie fest, welcher Weg im Zweifel gilt, damit die Küche nicht zwei Anweisungen folgt.

Wer legt die Zeitschwellen fest?

Die Küchenleitung, nicht die Software. Beginnen Sie mit Beispielwerten, etwa Gelb nach acht und Rot nach zwölf Minuten, und verschieben Sie sie nach den Daten des Probebetriebs.

Quellen

  1. IEC 60529:1989+AMD1:1999+AMD2:2013 CSV, Degrees of protection provided by enclosures (IP Code)International Electrotechnical Commission · abgerufen am