Weihnachtsgeschäft planen: Wareneinsatz, Personal, Aktionen
Kurz gesagt
Das Weihnachtsgeschäft planen Sie rückwärts vom Dezember: im September Vorjahreswerte sichern, im Oktober Bestand und Menü kalkulieren, im November Personal und Kasse vorbereiten, im Dezember steuern und im Januar auswerten. Der Kalender unten ist ein redaktioneller Vorschlag mit Beispielrechnungen für 2026; Öffnungszeiten an Feiertagen und Sonntagen klären Sie für Ihren Standort, siehe die verlinkten Artikel.
Das Wichtigste
- Wareneinsatzquote = Wareneinsatz ÷ Nettoverkaufspreis × 100; soll die bisherige Quote bei steigendem Einkauf gehalten werden, muss der Preis oder das Gericht angepasst werden.
- Bestellmenge = geplanter Absatz + Sicherheitsbestand − Bestand − offene Bestellungen.
- Kassenstunden = Bons × Minuten je Bon ÷ 60; der Wert gilt für den Durchschnitt, Stoßzeiten brauchen mehr.
- Ob Sie an Feiertagen und Sonntagen öffnen können, klären Sie für Ihren Standort und Ihr Land vor der Planung.
Ein Jahresendgeschäft verlangt Entscheidungen, die Wochen vorher fallen: was bestellt wird, wer wann arbeitet und welche Aktion läuft. Die Kalenderdaten gelten für 2026: Der 1. Advent fällt auf Sonntag, den 29. November; die weiteren Adventssonntage folgen im Wochenabstand am 6., 13. und 20. Dezember. Der 24. Dezember ist ein Donnerstag, der 25. ein Freitag, der 26. ein Samstag, der 31. Dezember ein Donnerstag und der 1. Januar 2027 ein Freitag. Ob Sie an diesen Tagen öffnen können, klären Sie für Ihren Standort und Ihr Land; Ausgangspunkt für Deutschland ist Ladenöffnungszeiten in Deutschland. Für die Kasse siehe Feiertage und Öffnungszeiten an der Kasse einstellen.
Der Planungskalender
Der Kalender ist ein redaktioneller Vorschlag. Verschieben Sie die Zeiträume nach Ihrer Lieferzeit und Ihrem Geschäft.
| Zeitraum 2026 | Bestand und Wareneinsatz | Personal | Kasse und Aktionen |
|---|---|---|---|
| September | Absatz und Bons der Vorjahres-Wochen 49 bis 52 aus der Kasse ausdrucken; Ausfälle und Restbestände notieren | Urlaubswünsche für Dezember und Januar abfragen | Aktionsideen sammeln, Budget festlegen |
| Oktober | Wareneinsatz der Weihnachtsartikel und Menüs kalkulieren; Lieferzeiten erfragen und bestellen | Personalbedarf rechnen; Aushilfen anfragen | Gutscheine vorbereiten, wenn Sie welche anbieten: Gutscheine verkaufen |
| 1. bis 28. November | Wareneingang kontrollieren, Nachbestellung festlegen | Dienstplan für Dezember fertigstellen; Einarbeitung der Aushilfen | Kassenartikel, Preise und Aktionspreise eintragen und testen; Bonrollen und Wechselgeld bestellen |
| 29. November bis 20. Dezember | Bestand wöchentlich prüfen, nachbestellen | Plan täglich gegen Ist abgleichen | Aktion laufen lassen, Tagesabschluss ohne Lücken |
| 21. bis 26. Dezember | Restbestände prüfen, keine Ware ohne Plan nachbestellen | Besetzung für Stoßtage und Feiertage prüfen | Kassensturz und Tagesabschluss jeden Tag |
| 27. bis 31. Dezember | Bestand für Jahresende zählen, Zählplan nach Inventur Schritt für Schritt | Urlaubs- und Feiertagsplan für Januar prüfen | Silvester- und Neujahrszeiten an der Kasse eintragen |
| Januar 2027 | Rest- und Ladenhüter bewerten | Überstunden und Plan auswerten | Kassendaten sichern und mit dem Vorjahr vergleichen |
Wareneinsatz im Dezember
Die Wareneinsatzquote ist Wareneinsatz ÷ Nettoverkaufspreis × 100. Wie Sie die Zahlen erheben, steht in Wareneinsatz berechnen in der Gastronomie.
Beispielrechnung mit angenommenen Werten: Ein Weihnachtsmenü hat einen Nettoverkaufspreis von 40,00 Euro und einen Wareneinsatz von 13,00 Euro. Quote: 13,00 ÷ 40,00 × 100 = 32,5 Prozent. Steigt der Wareneinsatz auf 14,50 Euro, beträgt die Quote bei gleichem Preis 14,50 ÷ 40,00 × 100 = 36,25 Prozent. Soll die Quote bei 32,5 Prozent bleiben, brauchen Sie einen Nettoverkaufspreis von 14,50 ÷ 0,325 = 44,62 Euro. Beträge ohne Umsatzsteuer. Welchen Bruttopreis Sie aushängen, bestimmt der Steuersatz, den Sie für die Leistung anwenden; das klären Sie in den Steuerartikeln, nicht hier.
Für den Handel gilt dieselbe Logik mit der Handelsspanne, siehe Handelsspanne und Kalkulation im Einzelhandel.
Bestand: wie viel bestellen?
Bestellmenge = geplanter Absatz im Zeitraum + Sicherheitsbestand − Bestand − offene Bestellungen.
Beispielrechnung, angenommen: Im Vorjahr wurden vom Artikel in den Wochen 49 bis 52 insgesamt 120 Stück verkauft. Sie planen 10 Prozent mehr, also 132 Stück. Sicherheitsbestand 15 Stück, Bestand 30 Stück, keine offene Bestellung. Bestellmenge: 132 + 15 − 30 − 0 = 117 Stück. Die 10 Prozent sind eine Planungsannahme; legen Sie Ihren Wert nach Ihren Zahlen fest. Den Sicherheitsbestand bestimmen Sie wie in Nachbestellung und Meldebestand berechnen.
Personal: wie viele Stunden?
Kassenstunden = Bons × Minuten je Bon ÷ 60.
Beispielrechnung, angenommen: 600 Bons an einem Spitzentag, 2 Minuten je Bon. Kassenstunden: 600 × 2 ÷ 60 = 20. Bei 10 Stunden Öffnung sind das im Durchschnitt 2 besetzte Kassen. Die Bons verteilen sich nicht gleichmäßig, in den Stoßzeiten brauchen Sie mehr Plätze. Dienstplan und Ablauf: Dienstplan erstellen. Prüfen Sie jeden Plan gegen die Arbeitszeit- und Feiertagsregeln Ihres Landes und Ihres Vertrags.
Betreiben Sie einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt, gelten weitere Punkte; siehe Kasse auf dem Weihnachtsmarkt.
Aktionen im Dezember
Legen Sie vor dem Start fest, welche Zahl die Aktion bewegen soll, etwa Bons, Bonwert oder Gutscheinverkäufe. Rechnen Sie den Nachlass vor dem Start durch, wie in Rabattaktionen planen, und stellen Sie Aktionspreise in der Kasse vor dem 1. Advent ein. Saisonale Aktionen über das Jahr: Saisonale Aktionen im Jahreskalender.
Typische Fehler
- Bestand nach Gefühl: Ohne Vorjahreswert fehlt die Grundlage für die Bestellmenge.
- Aktionspreis nicht getestet: Fällt der falsche Preis erst am ersten Aktionstag auf, ist die Korrektur schwierig.
- Dienstplan ohne Puffer: Fällt eine Kraft aus, fehlt die Reserve für die Stoßtage.
- Feiertage vergessen: Öffnungszeiten und Kasseneinstellung stimmen nicht mit den Regeln des Landes überein.
- Kein Januar: Ohne Auswertung beginnt die Planung im nächsten September wieder ohne Zahlen.
So gehen Sie vor
- Sichern Sie im September die Vorjahreszahlen aus der Kasse.
- Kalkulieren Sie im Oktober Wareneinsatz und Bestellmengen und bestellen Sie nach der Lieferzeit.
- Prüfen Sie im November Dienstplan, Kassenartikel, Aktionspreise und Bonrollen.
- Vergleichen Sie im Dezember Plan und Ist wöchentlich.
- Werten Sie im Januar Bons, Bonwert, Wareneinsatz und Stunden aus und legen Sie die Zahlen für das nächste Jahr ab.